Glossar

Fachbegriffe der mobilen Schlammentwässerung

Schlammentwässerung

Verfahren zur Reduzierung des Wasseranteils in Schlämmen. Ziel ist die Volumenverringerung, um Transport- und Entsorgungskosten zu senken und eine weitere Verwertung zu ermöglichen.

Kammerfilterpresse

Entwässerungsanlage, bei der Schlamm unter hohem Druck durch Filtertücher gepresst wird. Das Wasser wird abgetrennt, zurück bleibt ein fester Filterkuchen.

Filterkuchen

Das entwässerte, feste Endprodukt nach der Filterpressung. Der Filterkuchen weist einen hohen Trockenrückstand auf und kann entsorgt oder verwertet werden.

Trockenrückstand (TR)

Prozentualer Anteil der Feststoffe im entwässerten Schlamm. Je höher der Trockenrückstand, desto effektiver die Entwässerung und desto geringer die Entsorgungskosten.

Klärschlamm

Schlamm, der bei der Abwasserreinigung in kommunalen oder industriellen Kläranlagen anfällt. Er enthält organische und anorganische Bestandteile sowie Wasser.

Sedimentationsstrecke

Abschnitt einer Anlage, in dem sich Feststoffe durch Schwerkraft am Boden absetzen. Dient der Vortrennung von Feststoffen und Flüssigkeit vor der weiteren Behandlung.

Entschlammung

Entfernung von abgelagertem Schlamm aus Gewässern, Teichen, Becken oder technischen Anlagen. Wichtig für die Erhaltung der Funktionsfähigkeit und Wasserqualität.

Mobile Entwässerung

Einsatz von transportablen Filterpressen direkt vor Ort beim Kunden. Vorteil: Keine eigene Investition in stationäre Anlagen erforderlich.

Entwässerungsaggregat

Technische Einheit zur mechanischen Abtrennung von Wasser aus Schlämmen. Umfasst die Filterpresse samt Zubehör wie Pumpen und Steuerung.

Reststoffe

Materialien, die nach der Behandlung übrig bleiben. Im Kontext der Schlammentwässerung sind dies die entwässerten Feststoffe zur Entsorgung oder Verwertung.

Thermische Verfahren

Behandlungsmethoden unter Wärmeeinsatz, z. B. Verbrennung oder Trocknung von Schlämmen. Oft kostenintensiver als mechanische Entwässerung.

Deponie

Ort zur geordneten Ablagerung von Abfällen. Die Verfügbarkeit von Deponien für entwässerte Schlämme ist begrenzt, was alternative Verwertungswege erfordert.

Verwertung

Nutzung von Reststoffen als Rohstoff oder zur Energiegewinnung. Alternative zur Entsorgung, oft gesetzlich vorgeschrieben und wirtschaftlich sinnvoll.

Entsorgung

Fachgerechte Beseitigung von Abfällen und Reststoffen unter Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Umfasst Transport, Behandlung und finale Ablagerung.

Gewässersanierung

Maßnahmen zur Wiederherstellung der ökologischen Funktionsfähigkeit von Gewässern. Umfasst Entschlammung, Schadstoffelimination und Renaturierung.

Renaturierung

Verringerung des Schlammvolumens durch Entwässerung. Senkt Kosten für Lagerung, Transport und Entsorgung erheblich.

Mengenreduktion

Verringerung des Schlammvolumens durch Entwässerung. Senkt Kosten für Lagerung, Transport und Entsorgung erheblich.